An Probiersöckchen erstickt

An Probiersöckchen erstickt

Arzenheimer . Veröffentlicht in alles andere 781 Views Keine Kommentare

Tragisches Ende eines fröhlichen Einkaufsbummels.

Der Sommer-Sale nahm für Annemarie B. aus I. ein schreckliches Ende. Genauer: ein endgültiges Ende. Noch genauer: Annemarie B. ist tot. Weil sie den Versprechungen vertraut hat, die sie in eine Art Kaufrausch versetzen sollten. Denn egal, in welchen Schuhladen in einem Einkaufszentrum in der Region IngolStadtLandDings sie auch kam, überall wurden ihr Probiersöckchen angeboten. Kostenlos. Und da musste sie natürlich probieren. Was sie nicht wusste: mehr als acht Paar Probiersöckchen (ohne Senf) verträgt der deutsche Durchschnittseinkäufer nicht. Und so kam es im fünften Schuhladen zu einem Zusammenbruch, der zunächst nach einem ganz normalen SSV-Kollaps aussah (wie er normalerweise eher bei Männern üblich ist). Als der Kundin allerdings die Luft weg blieb und sich ihr Gesicht eher bläulich färbte, wurde ein Notarzt zu Hilfe gerufen. Zu spät. Da war Annemarie bereits nicht mehr unter denen, die in neuem Schuhwerk auf Erden wandeln. „Das war der bisher schlimmste Fall dieser Art,“ meinte Notarzt Clemens Karl Wagner, „aber wir verzeichnen in letzter Zeit eine steigende Anzahl dieser Fälle. Die Verlockung des gratis Konsums ist für viele einfach zu stark. Da werden gesundheitliche Bedenken über Bord geworfen. Gerade in Bayern herrscht eben eine ausgeprägte Freibiermentalität. Wenn probiert werden darf, dann wird auch probiert.“ Manchmal mit fatalen Folgen.

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