Landesgartenschau
Aus Versehen zubetoniert

Aus Versehen zubetoniert

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft 606 Views Keine Kommentare

„Wir entschuldigen uns vielmals für dieses Versehen. Niemand hatte die Absicht, einen Betonklotz zu bauen.“

Mit diesen Worten trat ein sichtlich geschockter Geschäftsführer des Bauunternehmens FVGB (Flächenversiegelungsgesellschaft Bayern) vor die Presse. Dr. Herbert Hahnebüchen erläuterte den anwesenden Journalisten (es waren nur drei, nachdem keine Häppchen zur Pressekonferenz angekündigt waren) das Problem, das zur versehentlichen Betonierung des künftigen Landesgartenschaugeländes in Ingolstadt geführt hat. Demnach habe der zuständige Baukoordinator schlichtweg die Planskizze falsch herum gehalten und Norden mit Süden verwechselt. Deshalb seien auch Osten und Westen vertauscht worden, damit also auch rechts und links und oben und unten und überhaupt. „Außerdem ist die rechte Straßenseite ja nur für denjenigen die rechte Straßenseite, der aus der einen Richtung kommt und nicht aus der anderen,“ so Hahnebüchen. Als schließlich der Einsatzbefehl zur Betonierung des östlichen Bereichs der Gaimersheimer Straße kam, wurde leider der westliche Bereich in Angriff genommen. „Erschwerend kam hinzu, dass die Straße selbst ja wöchentlich ihre Lage wechselt,“ betonte der Unternehmer. Er hoffe nun, dass sich die Stadt einsichtig zeige und die Langesgartenschau möglicherweise an einen anderen Standort verlegt. Den bereits verbauten Beton wieder raus zu reißen würde den Bau des neuen GVZ-Abschnitts um 5 Jahre verzögern, bis dahin ist Audi möglicherweise schon nach China abgewandert, so die Befürchtung von Dr. Hahnebüchen.

Schanzer Floral Resistance gegründet

Dem allgemeinen Trend folgend, zu jedem Anliegen eine facebook Gruppe zu gründen, haben besorgte Bürger mittlerweile die „Schanzer Floral Resistance“ ins Leben gerufen. „Wir wollen, dass die Landesgartenschau 2020 da stattfindet, wo sie geplant war!“ erklärt Rosemarie Grün, die die Gruppe zusammen mit drei rüstigen Rentnern und einem ehemaligen Landschaftsgärtner, der jetzt einen Internet-Shop für faire Kartoffeln betreibt, organisiert. Um ihren Forderung Nachdruck zu verleihen, planen die Aktivisten sogenannte Guerilla-Pflanzungen auf der Gaimersheimer Straße und dem Hochkreisel. „Wir haben dafür extra widerstandsfähige Geranien aus Kolumbien importiert,“ so Rosemarie Grün. „Die halten auch die Abgase von einem Q7 spielend aus.“ Derzeit sind die floralen Ritter noch auf der Suche nach einer Lagerhalle, wo sie die Pflanzen unterbringen können. Angeblich wurden ihnen schon das GVZ angeboten.

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