Haustiere sind die besseren Politiker?
Haustiere sind die besseren Politiker? Darf Miezi für den Stadtrat kandidieren?

Darf Miezi für den Stadtrat kandidieren?

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik 447 Views Keine Kommentare

Politwissenschaftler fordert Zulassung von Haustieren.

Es wird gezankt, gemobbt, gestritten, geheult. Kommunalparlamente haben sich gerade in der Region IngolStadtLandDings zu echten emotionalen Schlachtfeldern und Kampfarenen entwickelt.

Den Politikwissenschaftler Antonio Cannelotto von der Alkoholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt erinnert das an seine Heimat Italien. Und an die alten Römer. Warum er nun aber auf die Idee kommt, die Zulassung von Haustieren für die Wahl zum Stadtrat zu fordern, ist etwas ..na ja .. sagen wir schleierhaft. Erna hat trotzdem nachgefragt und gehakt und was man als total investigativer Journalist sonst noch macht.

Erna Magazin: Herr Cannelotto, Sie haben angedeutet, Ihre Heimat hätte Sie dazu inspiriert, vorzuschlagen Haustiere als Politiker zuzulassen. Können Sie das näher erläutern?
Antonio Cannelotto: Ja.

Erna Magazin: Ja, und?
Antonio Cannelotto: Ja, ich kann das erläutern. Ich weiß aber nicht, ob ich mag.

Erna Magazin: Ah. Äh. Dann würde ich vorschlagen…
Antonio Cannelotto: Schon gut. Es soll nicht heißen, ich wäre den Medien gegenüber ein Stinkstiefel.

Erna Magazin: Sind Sie aber.
Antonio Cannelotto: Mag sein.

Erna Magazin: Eine Antwort auf meine Frage würde mich jetzt wirklich beglücken.
Antonio Cannelotto: Meine Idee beruht auf der Innovation des römischen Kaisers Caligula, der einst einen Esel zum Senator ernannt hat. Dieser zugegeben sehr ungewöhnliche Vorgang hat dem Römischen Reich nicht geschadet. Im Gegenteil: Die Diskussionskultur im Senat wurde nach meinen Recherchen eine anderen.

Erna Magazin: In wie fern?
Antonio Cannelotto: Einem Esel können Sie nichts vormachen. Er ist absolut sachorientiert. Das ist der Vorteil von Tieren, die freilich an das Zusammenleben mit Menschen gewöhnt sein müssen. Einen wilden Tiger könnten Sie in einem Parlament nicht brauchen. Wir verlangen von den Menschen in einem Gremium ja auch eine gewisse Domestiziertheit bzw. Zivilisiertheit.

Erna Magazin: Aber Kaiser Caligula ist von seinen eigenen Anhängern ermordet worden?
Antonio Cannelotto: Korrekt. Aber nicht von Senator Esel. Genau das ist der Punkt. Tiere wären weder zu Verschwörungen noch Intrigen fähig. Sie sind berechenbar. Und das ist es auch, was der Wähler heutzutage will. Kein Hintenrum, sondern ein geradeaus.

Erna Magazin: Sie würden also Ihre Hauskatze ins örtliche Parlament wählen?
Antonio Cannelotto: Unbedingt. Miezi ist eine gefestigte, integre, moralisch über alle Zweifel erhabene Persönlichkeit ohne Nebentätigkeiten für irgendwelche befreundeten Unternehmer und ohne jegliche Verbindungen zur Automobilindustrie, dem Vatikan oder dem Bauernverband.

Erna Magazin: Miezi….so…so…
Antonio Cannelotto: Dieser Unterton gefällt mir gar nicht.

Erna Magazin: Hab verstanden. Danke für dieses Gespräch. Auf Wiedersehen.
Antonio Cannelotto: Hoffentlich nicht.

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