Die Burg zieht um!

Die Burg zieht um!

Arzenheimer . Veröffentlicht in alles andere, Gesellschaft, Politik 1013 Views Keine Kommentare

Streit um Berufsschulerweiterung in Eichstätt gelöst.

Wer schon einmal den Asterix-Band „Der große Graben“ gelesen hat, der weiß, wie schmerzlich es ist, wenn ein Dorf in zwei Lager gespalten ist. Derzeit ist auch das Dorf mit dem Namen Eichstätt – gelegen im wunderschönen Altmühltal – gespalten. Die Örtliche Berufsschule soll erweitert werden. Das finden die einen super, die anderen blöd. Letztere befürchten, dass der Grüngürtel um die Willibaldsburg den Bach runter geht (respektive die Altmühl) und der schöne Blick auf die Burg ebenfalls. Am 1. Mai sind nun die Dorfbewohner dazu aufgerufen, demokratisch mittels Bürgerentscheid zu entscheiden. Gerade noch rechtzeitig hat nun die Initiative „Einigkeit in Eichstätt“ (EInEI) einen sensationellen Kompromissvorschlag erarbeitet, der die Anliegen aller Betroffenen berücksichtigt und alle Forderungen erfüllt.

Die Willibaldsburg wird auf die gegenüberliegende Anhöhe verlegt und wird künftig über der Hotelanlage „Schönblick“ thronen. Damit wären gleich so viele Probleme gelöst, dass die paar Millionen Euro Umzugskosten kaum ins Gewicht fallen.

  1. Die Berufsschule kann problemlos erweitert werden, weil sie dann nicht mehr im Grüngürtel der Burg liegt, weil der Grüngürtel mit der Burg umzieht.
  2. Der Blick auf die Burg wird durch die Schule nicht verbaut, weil die Burg sich ja gar nicht mehr im direkten Blickfeld der bisherigen Anwohner befindet.
  3. Die Touristenmassen, die bisher die Anwohner der Burg belästigt haben, weichen auf die andere Talseite aus und nerven woanders.
  4. Die frei werdende Fläche der ehemaligen Burganlage kann für den Bau von unterirdischen Parkplätzen genutzt werden. Eine unterirdische Verbindung zur Berufsschule stellt außerdem sicher, dass niemand durch Geräusche von Autos, Lehrern und Schülern beeinträchtigt wird.
  5. Der brach liegende Hotelbetrieb auf der Burg wird durch eine Kooperation mit dem Schönblick wieder aufgenommen.
  6. Da die Burg der staatlichen Schlösser- und Seenverwaltung gehört, übernimmt diese die Kosten für den Umzug.

 

Deswegen wird der Stimmzettel zum Bürgerentschied am 1. Mai auch wie folgt geändert:

 

BürgerentscheidEI

 

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