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Erster Platz im Digital-Müll-Ranking

Erster Platz im Digital-Müll-Ranking

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft, Wissenschaft 1021 Views Keine Kommentare

Keiner produziert so viel „Gelaber“ wie die Ingolstädter.

Langsam wird es zu Routine: schon wieder hat Ingolstadt einen ersen Platz in einem deutschlandweiten Vergleich belegt. Aber diesmal ging es nicht um Wirtschaftskraft, Einkommen oder Mietpreissteigerungen. Das deutsche Institut zur Erforschung des digitalen Müllaufkommens hat Ingolstadt wegen der Online-Aktivitäten seiner Bürger und Politiker auf Platz eins gesetzt. „In keiner anderen Großstadt wird so viel digitaler Müll produziert wie in Ingolstadt,“ erklärt Anja Woratzik-Jablonski, die das Projekt zusammen mit 378 Kollegen durchgeführt hat. Tag und Nacht hat sie unter anderem die facebook, Twitter und google+ Aktivitäten in den deutschen Städten beobachtet, archiviert und analysiert. Ein Job, der sie an ihre Grenzen brachte: „Ständig die selben dämlichen Kommentare von den selben dämlichen Usern lesen zu müssen, macht einen fertig. Ganz zu schweigen von den unzähligen Fotos mit Salaten, Schnitzeln und Currywürsten drauf.“ In Ingolstadt sei aufgefallen, dass zwischen den Schnitzeln überproportional viele Bilder von alten Postkarten aufgetaucht sind. „Außerdem wird gerade in Ingolstadt jeder … man muss es so deutlich sagen … Furz mehrfach kommentiert, eigentlich amüsant, aber wenn man sowas beruflich beobachten muss, sind solche Online-Aktivitäten, die zumeist jegliches Niveau vermissen lassen, einfach nur schrecklich!“ Anja Woratzik-Jablonski gratuliert trotzdem zum ersten Platz: „Ingolstadts Bürger und Politiker zeichnen sich durch eine extrem intensive Internetnutzung aus.

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Inhaltlich sind dabei scheinbar belanglose Themen die absoluten Quotenrenner. So haben wir festgestellt, dass 2013 die Diskussion um bestimme Sitzgelegenheiten auf dem Ingolstäder Rathausplatz mehr Kommentare und Diskussionsbeiträge ausgelöst hat, als die Wahl des neuen Papstes.“ Dabei habe sich bei den Akteuren eine Art Automatismus eingestellt, so die Forscher. „Wenn Person A etwas postet, kritisiert das Person B nur Sekunden später, was wiederum einen Kommentar von Person A hervorruft, der von B wiederum kommentiert wird usw. Wir nennen das im Fachjargon „klassische Schanzer-Kommentarkette“. Sie ist übrigens die Grundlage dafür, dass man es in unserem digitalen Müll-Ranking ganz nach oben schafft.“ Kein Wunder, dass Ingolstadt nun auch Spitzenplätze im deutschlandweiten Mecker-Ranking, Beleidigungs-Ranking, Jammer-Ranking , Größenwahn-Ranking, Jubel-Ranking und Pöbel-Ranking belegt.

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