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FC 04 droht Punktabzug

FC 04 droht Punktabzug

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft 552 Views Keine Kommentare

Initiative will Zeichen gegen Sonntagsarbeit setzen.

Der FC Ingolstadt 04 hat einen grandiosen Saisonstart hingelegt. Jetzt, wo es in Richtung Winterpause geht, grüßt der FC von der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Sensationell! Die Fans jubeln und der Ministerpräsident spricht schon von der ersten Liga. Es könnte so schön sein, wenn da nicht die Konföderation gegen Sonntagsarbeit, kurz KogSo, wäre. Das Bündnis aus Gewerkschaftern, Vertretern von Katholischen und Evangelischen Arbeitnehmerverbänden, Politikern, Internet-Händlern und Tankstellenbesitzern fordert die Aberkennung aller Punkte, die der FC Ingolstadt 04 bei Spielen an einem Sonntag erzielt hat bzw. noch erzielen wird. Dazu hat die KogSo einen offenen Brief an DFL Präsident Reinhard Rauball geschickt. Und weil man offene Briefe ja nur deshalb als offene Briefe verschickt, damit die ganze Welt mitbekommt, wie gut man Briefe schreiben kann, ist eine Kopie auch in die Erna Redaktion geflattert.

Hoch verehrter Herr Rauball,

die Stadt Ingolstadt gilt seit Jahrzehnten als letzte Bastion der Sonntagsruhe. Helfen Sie uns, dass es dabei bleibt.

 Fußballspiele an einem Sonntag sind ein verheerendes Signal in die falsche Richtung. Derartige Spektakel zerstören den Familienfrieden in mehrfacher Hinsicht: es leiden die Angehörigen der Spieler, die an einem Sonntag arbeiten müssen. Der Papa muss auf dem Spielfeld rackern, während Ehefrau und Kinder allein den einzig wirklich freien Tag der Woche verbringen müssen. Den Tag, der doch eigentlich für die Familie da sein sollte. Das selbe gilt für die vielen Mitarbeiter in einem Stadion, die Schiedsrichter, die Journalisten etc. Es ist außerdem mit dem göttlichen Gebot der Sonntagsruhe – die Betonung liegt auf Ruhe – nicht vereinbar, dass Zuschauer brüllend und schreiend ihre angestauten Aggressionen ausleben.

Wir als die Konföderation gegen Sonntagsarbeit fordern Sie deshalb auf, dem FC Ingolstadt 04 alle Punkte abzuerkennen, die an einem Sonntag erarbeitet worden sind. Nur so können Sie den Verein dazu bewegen, in Zukunft keine Sonntagsspiele mehr anzusetzen. Wir fordern darüber hinaus ein generelles Verbot von Sonntagsarbeit im deutschen Profi-Fußball, zumindest an den Stadtorten, an denen es noch eine christliche Bevölkerungsmehrheit oder ein Büro von Ver.di gibt.

Hochachtungsvoll

Ihre Konföderation gegen Sonntagsarbeit

Nach Informationen, die dem Erna Magazin vorliegen, hat sich in der Region IngolStadtLandDings inzwischen auch schon eine Gruppe „Holygans gegen Sonntagsspiele“ gegründet. Man fürchtet, dass diese gewaltbereiten Befürworter der Sonntagsruhe künftig am Stadion aufmarschieren werden, um Spiele an einem Sonntag zu verhindern.

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