Freibadpavillon wird Sakralbau

Freibadpavillon wird Sakralbau

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur 791 Views Keine Kommentare

Die Kirche honoriert die Verehrungswürdigeit des Gebäudes.

Überraschende Neuigkeit in Sachen „Freibadpavillon“: nachdem der Bau aus den Jahr 1970 unter Denkmalschutz gestellt wurde, hat die Katholische Kirche das Gebäude nun heimlich still und leise übernommen. „Ausschlaggebend war die hohe Verehrung, die der Ort in der Bevölkerung genießt. Gerade in jüngster Zeit haben sich wahre Pilgerströme hierher entwickelt,“ erklärt der Diplom-Theologe Dr. Johannes Hiob, Projektleiter der Abteilung „Sakraltrends im 21. Jahrhundert“. Man werde hier in Zukunft u.a. Gottesdienste anhalten, um so auch neue Zielgruppe zu erschließen.

Der selbstlose Einsatz vieler Einheimischer für das abrißgefährdete Gebäude erinnere ihn an das frühe Christentum, das sich in Palästina gegen die römischen Besatzer wehren musste. „Die Anbetung eines historischen Platzes, eines Steins oder Gebäudes hat in der Kirche Tradition. Warum sollte man diese Art der Volksfrömmigkeit nicht einfach dankbar annehmen und den Bürgerinnen und Bürgern einen Ort für die Ausübung ihrer Frömmigkeit anbieten.“ Außerdem verlangten die Menschen heutzutage immer mehr nach spirituellen Erlebnissen. In Kombination mit dem Ingolstädter Freibad ergäben sich nun neuen Möglichkeiten, körperliche mit geistigen Rekreationsangeboten zu kombinieren. Nach dem Motto „Baden im Spiritus sanctus“ zum Beispiel. Auch eine Bibliothek sei geplant, um die geistige Erbauung der Freibadbesucher zu fördern und den arbeitslosen Weltbildmitarbeitern eine neue Job-Perspektive zu geben.

 

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