Gegen Kostenexplosion: Kammerspiele aus dem 3D-Drucker

Gegen Kostenexplosion: Kammerspiele aus dem 3D-Drucker

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft 234 Views

Druckvorlage soll an der Technischen Hochschule erarbeitet werden

Padautz! Da haben die Sparfüchse der städtischen Verwaltung unter Federführung eines besonderes sparsamen leitenden Beamten einen echten Überraschungscoup gelandet: Sie haben in einer Nacht-und-Nebel-Aktion einen komplett neuen Bau- und Kostenplan für den Neubau der Kammerspiele auf den Tisch gelegt. Der Clou daran: Das oder die Gebäude kommen aus dem 3D-Drucker und können so extrem kostengünstig hergestellt werden. Vorbild für das Projekt ist die geplante Fassade des Deutschen Museums in München, die ebenfalls ausgedruckt werden soll.

„Diese Idee passt wunderbar zur Digitalisierungs-Strategie der Stadt, ist sparsam und flexibel,“ lobt Prof. Dr. Gerhard Gütlich vom Institut für ressourcenschonende Architektur im Donaumoos den Plan. Das Gebäude soll komplett aus wetterfestem Kunststoff bestehen, ist abwaschbar und es wird durch einen extrem starken Klebstoff mit dem Untergrund verbunden. „Kein Mensch braucht heutzutage Sichtbeton oder Glas,“ erklärt eine Mitglied der „Taskforce 3D“, das unerkannt bleiben möchte, weil seine Frau zur örtlichen Kulturmafia gehört und er selbige nicht erzürnen möchte.

Die Idee besticht auch durch ihre Flexibilität: Wenn irgendwelche Sichtachsen gestört werden sollten oder man doch wieder Platz für Parkplätze braucht, können einzelne Bauteile in abgeänderter Form ausgedruckt und neu montiert werden. Auch Sitzreihen, zusätzliche Sanitäranlagen oder neue Bühnenbilder wären für den Druck kein Problem – zu einem weitaus geringeren Preis als in der Standardausführung. Im Prinzip könne man sogar – bei Bedarf – einen Landeplatz für Flug-Taxis auf dem Dach spontan dazu kleben.

Die entsprechenden 3D-DRucker samt den Druckschablonen sollten von Studenten der Technischen Hochschule im Rahmen einer Bachelor-Arbeit erstellt werden. Das spare ebenfalls Kosten, weil die ganze Horde an überbezahlten Architekten und Statikern nicht entlohnt werden müsse.

Grafik: büro stauraum/Taskforce 3D