Teenage girl with praying in sunny nature. Young girl meditate in the green forest with sun lights background. Grienberger-Medienskandal: Lokalblatt betont Göttlichkeitsstatus

Grienberger-Medienskandal: Lokalblatt betont Göttlichkeitsstatus

Arzenheimer . Veröffentlicht in alles andere, Gesellschaft 593 Views

Medienlandschaft in der Region Ingolstadt ernsthaft bedroht

Dieser Skandal brachte nun das berühmte Fass zum Überlaufen: Nach der Interview-Affäre um den Eichstätter CSU-OB Kandidaten Josef Grienberger ist das Informationsmonopol der örtlichen Medienmacht gefährdet. Damit droht eine altehrwürdige Ordnung aus den Fugen zu geraten, die über Jahrzehnte für Frieden und Harmonie gesorgt hat. In eine, geheimen Strategiepapier, das dem Erna Magazin durch einen heimlich in die Redaktion eingeschleusten Grafik-Praktikanten übermittelt wurde, ist die Rede von einer Kooperation mit dem Vatikan, um den „naturgegebenen Statuts der Göttlichkeit beider Institutionen angesichts der drohenden Verweltlichung und Demokratisierung und der damit einhergehenden Reduzierung der Zahl der gläubigen Anhänger“ wieder herzustellen.

Zusammen mit der katholischen Kirche, die über eine etwa 500 Jahre Erfahrung im Umgang mit neuen Konkurrenzangeboten verfügt, habe man sich nun auf einen „Codex “ geeinigt, der demnächst in Juramarmor gemeißelt auf dem Eichstätter Marktplatz und als Carrara-Marmor Variante in der Stauffenbergstraße in Ingolstadt installiert werden soll. In die Planungen soll auch das Bistum Passau (als Sitz der Zeitungsinhaber) involviert sein. Danach gelten – laut Strategiepapier –  sowohl für die Religion als auch für die Information folgende Regeln:

Du sollst keine anderen Gesprächspartner neben mir haben
Du sollst den Namen deiner Zeitung nicht verunehren
Du sollst die Tageszeitung des Herrn heiligen

Außerdem wolle man mit der gemeinsamen Kampagne „Wir sind Ihre Meinung“ darauf aufmerksam machen, dass der irrgeleitete, moderne Mensch gerade durch die Nutzung kostenloser Anzeigenblätter und sogenannter Blogs von selbsternannten Journalisten, Freizeit-Schreiberlingen und Kleinverlegern in eine geistige, atheistische Diaspora geführt wird, aus der nur ein Qualitätsmedium die Rettung sein kann! Ein mutiger Schritt in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt.

Foto: jcomp