Kein Strom aus Preußen!

Kein Strom aus Preußen!

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik 823 Views Keine Kommentare

Aktivisten setzten sich für reinen bayerischen Strom ein.

Die Monstertrasse sei nicht das Problem, meint Franz-Josef Grubermeier. Es sei der Strom, der mit ihr nach Bayern transportiert wird. Deshalb hat er zusammen mit Gleichgesinnten auf einem Einödhof im Donaumoos die Gruppe „Stoppt preußische Stromimporte – unsere Energie muss bayerisch sein“ gegründet. Gegenüber dem Erna Magazin erläutert er die Ziele seine Initiative.

Mal ehrlich, haben Sie was gegen die Energiewende?

Nein, auf keinen Fall. Sie ist wichtig und notwendig, aber die Umsetzung ist mangelhaft. Von mir aus stellen Sie mir eine Windkraftanlage in den Garten oder ein Wasserkraftwerk an den Fluß, aber bitte verschonen Sie mich von Stromimporten aus Preußen! Es geht um Regionalität – und wir sind nun mal in Bayern und nicht in Preußen. Genau darum geht’s doch. Unabhängigkeit. Was mit Öl und Kohle nicht funktioniert hat, kann jetzt gelingen. Ein energieautarkes Bayern, der erste Schritt zur Unabhängigkeit, zur Gründung eines bayerischen Staates, ja vielleicht sogar wieder eines Königreichs. Ein Traum!

Was fordern Sie neben dem Importverbot von Preußenstrom?

Da wäre zunächst die Forderung nach Biogas aus rein bayerischer Scheiße. Leider werden zum Beispiel die bayerischen Rindviecher zunehmend durch ausländische Arten verdrängt, etwa Hochlandrinder aus Schottland, die hierzulande ja nun gar nichts zu suchen haben. Deren Hinterlassenschaften verunreinigen den bayerischen Mist. Man kann das mit den Gefahren durch den Genmais vergleichen: hier werden heimlich still und leise unnatürliche Bestandteile in den natürlichen Kreislauf eingeschmuggelt, die verheerende Auswirkungen haben können. Reiner Bayernstrom kann nur aus rein bayerischer Scheiße gewonnen werden. Außerdem fordern wir, den Anteil an fränkischen Stromerzeugnissen in Oberbayern durch eine Quote zu regeln, um die altbayerischen Stromerzeuger zu fördern. Die Franken gehören ja eigentlich gar nicht zu uns.

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Wie wollen Sie diese Forderungen umsetzen?

Zunächst sollte nach dem Vorbild des Reinheitsgebots für bayerisches Bier ein Reinheitsgebot für bayerischen Strom erlassen werden. Darin werden die Inhaltsstoffe, die Herkunft und Erzeugung von Strom aus und in Bayern festgelegt. Gesetzesverstöße haben die unmittelbare Ausweisung des Schuldigen zur Folge. Ein eigenes Prüfsiegel „aus rein bayerischer Erzeugung“ soll künftig die Stromanbieter ausweisen, die sich an die strengen Regeln halten.

Und wenn zum Beispiel ein in Bayern lebender Preuße den Strom aus seiner Heimat auch in Bayern nutzen möchte?

Dann soll er zurück in seine Heimat gehen. Es zwingt ihn niemand, hier zu bleiben.

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