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Kostenfalle MKKD

Kostenfalle MKKD

Arzenheimer . Veröffentlicht in Politik 788 Views Keine Kommentare

Innenstadtmaut alleine reicht nicht mehr zur Finanzierung.

Was den Hamburgern ihre Elbphilharmonie, den Stuttgartern ihr Mega-Bahnhof und den Berlinern der neue Flughafen, das ist den Ingolstädtern ihr Museum für Konkrete Kunst un Design. Endlich ist die Stadt in die Liga der GroßBauStädte mit gesprengtem Kostenrahmen aufgestiegen. Ein Ritterschlag auf bundesweiter Ebene! Chapeau!

Mit mehr als 20 Millionen Euro könnte das Museum um ein Drittel teurer werden als ursprünglich veranschlagt. Man liegt damit noch unter dem sogenannten „Tebartz-van Elst Schnitt“. Trotzdem haben sich vorausschauende Beamte Gedanken über eine Finanzierung der Mehrkosten gemacht und mehrere Möglichkeiten in Betracht gezogen.

 

  1. Einführung einer Innenstadtmaut für Autofahrer mit den Kennzeichen EI, PAF und ND mit extra hohem Durchfahrtstarif in der Anatomiestraße
  2. Einführung einer Gruppen-Gründungs-Steuer für facebook Gruppen, die Ingolstadt im Namen tragen
  3. Besteuerung aller Frankensteinromane, Filme und Merchandisingartikel, die nicht den Hinweis auf Ingolstadt als Geburtsort von Frankensteins Monster beinhalten

 

Da diese Maßnahmen allerdings nur einen Bruchteil der Mehrkosten finanzieren könnten, hat man einen effektiven, wenn auch radikalen Schritt in Erwägung gezogen: „Wir werden das Reinheitsgebot verkaufen!“ erklärte ein Sprecher der Initiative „MKKD – oder ich geh“. Auf der Internetplattform eBay soll die Erklärung aus dem Jahr 1516 angeboten und meistbietend versteigert werden. „Die Stadt, die die Urkunde erwirbt, darf sich damit automatisch als Stadt der Verkündung des Reinheitsgebots bezeichnen, sie darf damit werben und sich mit der Erfindung des ältesten Lebensmittelgesetzes der Welt rühmen.“ Mehrere Millionen Euro sollte das einer Kommune schon wert sein, nach Informationen haben bereits einige Städte ihr Interesse bekundet, etwa Detroit (seit kurzem in Besitz von Audi,siehe http://issuu.com/melaniearzenheimer/docs/ernaaugust2013), Neuburg (ab 2014 in Besitz der Ölscheichs von Katar) und Fukushima (aktuell in einer schweren Imagekrise).

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