Krasser Scheiß: Ingolstadt startet „Urban Ground Urinity“ Initiative

Krasser Scheiß: Ingolstadt startet „Urban Ground Urinity“ Initiative

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft, Wissenschaft 82 Views

Experten erforschen intelligente Toilettenlösungen bis hin zum Flug-Klo

Kann Künstliche Intelligenz auch beschissene Situationen retten? Wird es bald Klohäusl on demand geben? Und warum kann ein Flugtaxi eigentlich keine fliegende Toilette sein? Das und mehr werden Experten künftig am neuen Institut für Intelligente Urinalforschung (IIU) untersuchen, das in Ingolstadt seinen Sitz haben wird. Die Gründung des Instituts wurde gerade durch Vertreter von Stadt und Wissenschaft auf einer Rolle Klopapier unterzeichnet. Die Forschungsstation der Wissenschaftler befindet sich in der Schrannenstraße.

Leiter des Instituts ist Prof. Dr. Andreas Gabinetto, Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Kloakistik an der Alkoholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Erna hat mit ihm über die Forschungsinitiative gesprochen.

Herr Professor Gabinetto, es gibt die „Urban Air Mobility“ Initiative, wir bekommen in Ingolstadt ein Institut für Data Science, ein Digitales Gründerzentrum – warum jetzt auch noch diese „Urban Ground Urinity“ Initiative ?

Hier geht es um ein Grundbedürfnis des Menschen, das bisher in der ganzen Debatte um KI, autonomes Fahren und Elektrifizierung schlichtweg vergessen wurde. Nach dem Motto Schwamm drüber. Dabei sehen wir gerade hier großes Potential, gerade in Kombination mit der modernen Technik. Im Übrigen: Auch der größte Wissenschaftler muss mal. Sie verstehen…

Was werden Sie in Ihrem Institut erforschen?

Es geht uns nicht nur um die Technik, sondern um den Menschen. Was hilft die ausgeklügelteste High-Tech-Anlage, wenn sie den Menschen überfordert. Dazu werden wir diverse Testreihen in unterschiedlichen Toilettensituationen durchführen – vom Dixieklo bis zum selbstreinigenden Luxus-WC-Häuschen. Und natürlich geht es auch darum, den Bereich Künstliche Intelligenz mit ein zu beziehen. Können zum Beispiel Algorithmen den Stuhlgang vorhersagen? Und könnte dann nicht per App das nächstgelegene WC auf dem Smartphone oder der Smartwatch angezeigt werden? Wir werden ein Forschungsprojekt „Klohäusl on demand“ an Studenten vergeben, die sich mit Hol- und Bringdienstleistungen im sanitären Bereich befassen werden. Und natürlich sind auch die Kollegen der „Urban Air Mobility“ Initiative mit an Bord. Im brigk Air in Manching könnten z.B. Flugtoiletten oder Klo-Drohnen entwickelt werden. Nach dem Motto: Mach deinen Scheiß, wo Du willst. Meine Studenten würden eher sagen: Echt krasser Scheiß, den wir hier machen.

Vor jedem Bau einer neuen Testanlage muss aber das Areal untersucht werden?

Richtig. Ein Team von Diplom Arschologen wird jeden Standort erstmal gründlich untersuchen, reinigen und dann erst für den Bau einer Testanlage frei geben. Das wird auch alles mit den Anliegern in den betroffenen Gebieten abgesprochen. Wir wollen ja niemanden bescheißen… scheißen…hihi..verstehen Sie? (lacht)