Natur immer brutaler

Natur immer brutaler

Arzenheimer . Veröffentlicht in alles andere, Gesellschaft 803 Views Keine Kommentare

Turbofloralismus ist gerade im Frühling auf dem Vormarsch.

Wachstum, Wachstum, Wachstum. Als ob es nichts Erstrebenswerteres gibt, als Wachstum und Gewinnsteigerung. In der Gesellschaft setzt allmählich ein Umdenken ein – nicht aber in der Natur. Die fährt ihren brutalen Wachstumskurs weiter ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt. Gnadenlos. Am schlimmsten ist es im Frühling, sagen die Marktanalysten. An allen Ecken und Enden preschen in der Region IngolStadtLandDings Frühlingsblüher hervor, durchbrechen Pflanzen verschiedenste Oberflächen und schlagen Bäume rücksichtslos aus. Turbofloralismus nennen das die Experten, was sich gerade vor unserer Haustür ereignet. Und wir können nichts dagegen tun. Die Radikalisierung der Natur setzte bereits in der Baumschule ein, wo immer mehr kleine Setzlinge in die Fänge obskurer Gras-Prediger gerieten. Und so lange die Menschen gerade im Frühling dieses extreme Wachstum durch Kauforgien in Baumärkten und Gärtnereien unterstützten, müsse mit einer weiteren Ausbreitung des Turbofloralismus gerechnet werden. Die sei nun eben die Schattenseite der freien (Bau)Marktwirtschaft.

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