Wer auf der Autobahn parkt, soll zahlen! Parkgebühren statt Maut

Parkgebühren statt Maut

Arzenheimer . Veröffentlicht in Politik, Wissenschaft 824 Views 1 Kommentar

Dobrindt startet Pilotversuch auf der A9

„Dieses Projekt ist ein Beweis für die Flexibilität des Verkehrsministeriums in Anbetracht der Steine, die uns bei der Einführung der Pkw-Maut ständig in den Weg gelegt wurden!“ Ein sichtlich stolzer Verkehrsminister Alexander Dobrindt stellte auf dem Rastplatz Köschinger Forst seine neueste Idee für eine Parkgebühr auf deutschen Autobahnen vor. Sie soll anstelle der rechtlich auf wackeligen Beinen stehenden Maut eingeführt werden. „Gerade zum Ferienbeginn werden insbesondere die bayerischen Autobahnen von ausländischen Autofahrern schamlos als Parkflächen genutzt. Nicht selten bewegen sich die Urlauber stundenlang nicht von der Stelle und genießen die herrliche Aussicht auf die Landschaft“, erläuterte der Minister. Dieser Genuss wird in Zukunft teuer. Pro Viertelstunde werden 50 Cent fällig. „Wer auf einen Rastplatz rausfährt, kann die Gebühren beim Einkauf im SB-Restaurant wieder erstattet bekommen. Aber nur, wenn er deutsche Produkte einkauft.“

Ausländische Autofahrer müssen daher künftig an der Grenze ein Pickerl kaufen, das mit einem Chip und einem GPS-Sender ausgestattet ist. Bewegt sich das Fahrzeug auf der Autobahn nicht vorwärts, werden die Gebühren fällig. Beim Verlassen der Bundesrepublik muss die Gebühr an der Mautstelle entrichtet werden. „Zunächst testen wir das Verfahren auf der A9 zwischen Nürnberg und München. Dazu haben wir mehrere hundert holländische Testpiloten gebucht, die das System auf Herz und Nieren prüfen. 2017 könnten wir dann mit der flächendeckenden Einführung beginnen,“ erklärt Dobrindt, der als Minister für digitale Infrastruktur nun endlich auch was total High-Tech-Future-mäßiges ausprobieren kann.

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