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Protestcamp in Ingolstadt

Protestcamp in Ingolstadt

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik 704 Views Keine Kommentare

Gegner des Kongresszentrums lassen sich häuslich nieder.

Zu Füßen des Neuen Schlosses ist quasi über Nacht eine beeindruckende Zeltstadt entstanden. Hier campieren die Gegner des geplanten Kongresszentrums, das nur in wenigen Metern Entfernung gebaut werden soll. Hildegund Hirschbiegel ist eine der Akivistinnen, die hier ihr Lager aufgeschlagen haben. Sie gehört zur Gruppierung „Forsche Frauen gegen männlichen Größenwahn“, die insgesamt 5 Vertreterinnen in das Protest-Camp geschickt hat. „Gewalt kommt für uns nicht in Frage, wir protestieren mit friedlichen Mitteln,“ meint Hildegund Hirschbiegel. Sie plant mit ihren Gesinnungsgenossinnen das komplette Gießereigelände zu um häkeln und so ein Zeichen gegen kalten Beton und harte Fakten zu setzen.

Das Zelt neben den Damen der FFG belegen die Mitglieder der Initiative „Unerhö(hr)t“ , die sich für eine grundsätzliche Höhenbegrenzung von Gebäuden in bayerischen Innenstädten macht. „Noch immer gilt die gute, alte bayerische Grundregel, dass nix höher sein darf, als der örtliche Kirchturm,“ gibt der Vorsitzende Xaver Bichlbaur zu Bedenken. Man werde in dem Protestcamp ausharren, bis der geplante Bau des Kongresszentrums gestoppt wird – oder das Bier ausgeht, versicherte der streitbare Rentner dem Erna Magazin. Er schlägt außerdem vor, die Ingolstädter Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe zu ernennen, dann hätten sich Neubauten aller Art von selbst erledigt. Für die kommenden Tage sind in und um das Camp Diskussionsrunden geplant, es werden kostenlose, sinneserweiternde Kräutermischungen angeboten und für die Yuppies unter den Protestierenden sind Zimmer in einem Vier-Sterne-Hotel reserviert.

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