Schutzgeld von der Steuer absetzen

Schutzgeld von der Steuer absetzen

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik 1727 Views Keine Kommentare

Gastronom möchte Kollegen durch neue Regelung entlasten.

Steuern, Sozialabgaben für die Mitarbeiter, steigende Energiepreise, immer teurer werdende Lebensmittel – die Gastronomen haben es nicht leicht. Die Diskussion um den Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie ist seit Jahren in vollem Gange, da wagt eine Gruppe italienischer Gastwirte aus Bayern einen ganz neuen Ansatz. „Wir wollen es möglich machen, gezahltes Schutzgeld von der Steuer abzusetzen“, erklärt Luigi Calzone, Wirt in achter Generation und seit gut 25 Jahren im Allgäu zuhause. Zusammen mit seinem Cousin Alessandro, der in Ingolstadt eine Eisdiele betreibt und nebenbei im Import-Export von „Stimmungsaufhellern“ tätig ist, hat er einen Anwalt beauftragt, der eine Änderung des deutschen Steuerrechts erreichen soll. Die hohen Geldsummen, die jedes Jahr als Schutzgeld an diverse Vereinigen gezahlt werden, würden die Gastronomen stark belasten, meint Luigi Calzone. „Wir zahlen das Geld ja gerne, schließlich tragen wir so zu einer friedlichen Gesellschaft bei. Aber dieser Friede ist eben sehr teuer.“ Es habe bereits Gespräche mit chinesischen und asiatischen Kollegen gegeben, die ebenfalls unter der hohen Schutzgeldbelastung leiden. „Ideal wäre eine EU weite Regelung,“ meint Luigi Calzone. „Es würde der Gastronomie eine neue Dynamik verleihen.“

Lediglich die Frage der Buchführung müsse noch geklärt werden, denn für einen steuerrechtlich relevanten Nachweis müssten schriftliche Dokumente eingereicht werden, die gerade in der Gastronomie noch nicht Standard seien. „Wir arbeiten an einem digitalen Buchungssystem für Schutzgeldausgaben, das mit dem Elster System gekoppelt werden kann. Es soll unkompliziert zu bedienen sein, auch von Aushilfskräften und Anfängern.“

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