Slow Foot Stadt Eichstätt

Slow Foot Stadt Eichstätt

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik 1094 Views 1 Kommentar

Stadtratskandidatin legt Konzept zur Entschleunigung vor.

Mit einer spektakulären Forderung ist Prof. Dr. Amalia Stürzenhofecker-Pasatelski in den kommunalwahlkampf gestartet. Die Inhaberin des Lehrstuhls für Eingeborenenforschung an der Alkoholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt fordert, die Stadt Eichstätt zur „Slow Foot City“ zu erklären. Mit diesem umstrittenen Vorhaben hofft sie, in den Stadtrat einzuziehen.

Grundlage der Forderung ist eine touristische Schleichweganalyse, die deutlich gezeigt hat, welche Sehenswürdigkeiten in der Altstadt am attrakivsten und interessantesten sind und daher auch am meisten frequentiert werden. Das Ergebnis ist überraschend – und war irgendwie doch zu erwarten:

3. die Toilette am Domplatz.

2. die Damentoiletten im Domcafe

1. die Toilettenanlage am Herzogsteg

Ergo: Die Eichstätt Besucher sind sehr sanitär-affin. Darauf lässt sich aufbauen. Des weiteren haben die Untersuchungen ergeben, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit des homo visitatis antiquatus, also des älteren Eichstätt Besuchers, bei 0,8 Stundenkilometern liegt – bei erhöhter Nieren- und Blasenfunktion können es zwangsläufig auch mal 1,2 kmh sein.

Schleichweganalyseweb

 

 

 

 

 

 

Da dies sehr, sehr langsam ist, fordert die Akademikerin, Eichstätt zur „Slow Foot City“ zu ernennen. „Genau diese Langsamkeit, dieses bewußte Entschleunigen, das Abschalten von der täglichen Hektik, ja, das spirituelle Schleichen sollten wir uns zu Nutze machen. Als Markenzeichen.“ Ein Rollator Rennkurs soll das touristische Erlebnis-Highlight werden.

Ganz und gar nicht in dieses Konzept passen übrigens junge Menschen, die Lärm absondern. „Ich fordere deshalb eine Verlegung des Eislaufplatzes auf den Blumenberg. Der Domplatz sollte besinnlichen Aktivitäten wie Glühwein-Saufen und Parkplatz suchen vorbehalten bleiben. Die Suche nach einem Parkplatz kann dann mit einem spirituellen Kreisen um den Dom verbunden werden, ähnlich dem Umkreisen der Kaaba in Mekka“, so die Professorin.

Kommentare (1)

  • Erna Magazin » Overtourism in Eichstätt erfolgreich bekämpft

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    […] Dass es auch anders geht, beweist die wunderschöne Barockstadt Eichstätt im genauso wunderschönen Altmühltal. Hier muss niemand befürchten, von Touristenmassen überrannt zu werden. Mit einem ausgeklügelten Konzept ist man der Bedrohung „Overtourism“ erfolgreich entgegen getreten. Kürzere Öffnungszeiten und weniger Personal bei der Tourist-Info, Verteuerung der Saal- und Raummieten im örtlichen Stadttheater, Abschaffung der Kulturtage, verwirrende Baustellen und Umleitungen, geschlossene oder nicht funktionierende öffentliche Sanitäreinrichtungen, ein nicht funktionierender Bahnverkehr zwischen Stadt- und Hauptbahnhof, ein geschlossenes Jura-Museum – all diese kleinen, aber feinen Eingriffe haben – in aller Stille – dazu geführt, dass man sich in Eichstätt als Besucher noch wohl fühlt und auch mal ein paar Minuten allein gelassen wird. „Gerade diese Ruhe schätzen die Gäste, die sich nicht selten eher als spirituelle Reisende verstehen,“ so Dr. Herbert Klosterthaler vom Lehrstuhl Spirituelles Reisen an der Alkoholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Als Slow Foot City habe die Stadt ja schon vor Jahren den richtigen Weg beschritten und den Vorschlag von Prof. Dr. Amalia Stürzenhofecker-Pasatelski angenommen (siehe: http://erna-magazin.com/slow-foot-stadt-eichstaett/). […]

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