Knallharter Sparplan: Eichstätt verzichtet auf den Stadtrat
Knallharter Sparplan: Eichstätt verzichtet auf den Stadtrat Stadtrat Eichstätt wird eingespart

Stadtrat Eichstätt wird eingespart

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft 703 Views Keine Kommentare

Erste Konsequenzen aus der schlechten Finanzlage

Bisher gehörte Erwin M. (Name von der Red. geändert) eher nicht zu den auffälligen Gestalten im Eichstätter Rathaus. Aber in seinem kleinen, dunklen Büro hat er ein Sparprogramm ausgetüftelt, das bei seinen Kollegen von der Verwaltung auf große Begeisterung stößt. Anlass war die jüngste Sitzung des Eichstätter Stadtrats, bei der der Haushalt abgelehnt worden war. „Nix entscheiden kann der Bürger auch selber,“ meint Erwin M. „Und des is a no vui billiger.“ Dann rechnet er vor, wie viel Zeit, Geld und Nerven die Verwaltung sparen würde, wenn man auf Sitzungen des Stadtrats und der Ausschüsse verzichten würde. „Und da sind die Kosten für Getränke noch gar nicht mit eingerechnet!“ Angeblich sei ein hübsches Sümmchen heraus gekommen, für das man glatt die marode DJK Gaststätte renovieren könnte.

Nach Gerüchten, die dem Erna Magazin zu Ohren gekommen sind, hat OB Steppberger den Einsparungsplan bereits für gut geheißen. Er soll auch schon anstelle der Stadtratssitzungen regelmäßige Bürgerentscheide angeordnet haben. Die Stadt wäre dann die erste Kommune in Bayern, die quasi direkt vom Volk, also ohne Volksvertreter regiert werden würde. Bei so viel Bürgerbeteiligung hätte man dann sogar Ingolstadt und Pfaffenhofen übertrumpft.

 

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