Bild: Archiv Stadt Ingolstadt / Roessle Tabellenkeller entdeckt!

Tabellenkeller entdeckt!

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft, Sport, Wissenschaft 299 Views

Sensation bei Aushubarbeiten in der Gießereihalle

Mit diesen Fund wussten die Archäologen zunächst nichts anzufangen. Bei Aushubarbeiten entdeckte man tief unten in dem Gebäude, das in Zukunft das Museum für Konkrete Kunst und Design beherbergen soll, einen seltsamen Raum. Da man sich in einer früheren Kanonengießerei befand, gingen die Forscher davon aus, dass es sich womöglich um eine Art Lager für Schießpulver oder Kanonenkugeln handeln könne. „Als wir die Überreste von antikem Leder gefunden haben, waren wir zunächst ratlos. Aber eine in die Wand geritzte Notiz brachte uns weiter. Wir konnten den Ort als einen Hort von antiken Fußbällen identifizieren, den eine Gestalt, die sich lateinisch larva descendandum, zu deutsch Abstiegsgespenst nannte, hinterlassen hat.“ Das erklärt der Forscher Dr. Günther Platzhirsch von der Alkoholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Abteilung Paläosportologie. „Es ist das erste Mal, dass wir damit auch einen historischen Nachweis für den ursprünglichen Wohnort des Abstiegsgespensts haben, nämlich einen Nachweis für die Existenz eines echten Tabellenkellers.“ Die Kanonengießerei war – nach Einschätzung des Wissenschaftlers – so also nur die post-antike logische Fortführung einer Tradition, die sich mit Treffsicherheit und Schussvermögen befasste. „Womöglich lassen sich so Einflüsse bis in die Gegenwart nachweisen. Wir forschen daran!“

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