Sternsinger-Gewerkschaft protestiert gegen miese Arbeitsbedingungen Verlegt den Dreikönigstag!

Verlegt den Dreikönigstag!

Arzenheimer . Veröffentlicht in alles andere, Gesellschaft, Kultur 554 Views Keine Kommentare

Gewerkschaft der Sternsinger fordert bessere Arbeitsbedingungen

Noch sind nicht alle Häuser in der Region IngolStadtLandDings besucht worden und doch sieht die Zwischenbilanz grauslig aus: Moritz ist unter einer Schneedecke verschwunden, Anastasia hat sich wegen eingefrorener Finger beim Segen gnadenlos verschrieben und Tobias wurde wegen seines hellen Umhangs im Schneetreiben verloren. Der Sternsingerjob gehört zu den härtesten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Und genau das ruft nun die Gewerkschaft der Sternsinger (GdS) auf den Plan. „Die Arbeitsbedingungen sind unmenschlich“, betont Leon Lausburger aus Eichstätt, der Sprecher der Interessenvertretung. „Minderjährige werden gezwungen, stundenlang bei Eis und Schnee durch die Region zu ziehen, nur damit die Erwachsenen in ihrem warmen Stübchen den Segen des Herrn problemlos empfangen können.“ Die Sternsinger würden Jahr für Jahr ihr Leben riskieren – ein Zustand, der nicht hinnehmbar ist und schon gar nicht mit christlichen Werten vereinbar sei.

Deswegen hat die GdS jetzt eine Unterschriftenaktion „Verlegt den Dreikönigstag!“ gestartet. Ziel der Initiative ist es, die Ankunft der Heiligen Drei Könige an der Krippe in Bethlehem auf einen Tag im Frühjahr oder Sommer zu verlegen. „Die Weisen aus dem Morgenland waren bestimmt nicht innerhalb von ein paar Tagen vor Ort. So eine Karawane zieht sich. Wir würden der biblischen Geschichte so auch mehr Realitätsnähe verpassen,“ meint Lausburger. Die Unterschriften werde man unverzüglich an Papst Franziskus übergeben, der den Missbrauch das Weihnachtsfest als Konsumorgie kritisiert hatte. „Eine grundsätzliche Verlegung der Weihnachtsfeiertage in den Sommer könnte vielleicht auch zu einer Rückbesinnung auf das Wesentliche führen.“

Foto: Agenzia Romano Siciliani

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