Alles wird gut. Jetzt kommt die FairWaltung in Ingolstadt.
Alles wird gut. Jetzt kommt die FairWaltung in Ingolstadt. Virtuelle Sitzungen geplant

Virtuelle Sitzungen geplant

Arzenheimer . Veröffentlicht in Politik 597 Views Keine Kommentare

Ingolstadt führt das E-Parlament ein.

Es ist in jeder Sitzung – egal ob Ausschuss oder Stadtrat – das selbe Phänomen: eine(r) redet, zwei (maximal drei) hören zu und der Rest fummelt am Smartphone oder Tablet rum. Da werden hemmungslos Lieder runter geladen, Videos geteilt, Dates verabredet und Tierfotos kommentiert. Die Tatsache, dass der Durchschnittsabgeordnete mehr Zeit im Internet verbringt, als in der Realität, will man sich in Ingolstadt nun zu nutze machen. Der frisch gewählte Boss der Verwaltung ist selbst ein überzeugter „Onliner“ und wird deshalb das „E-Parlament“ einführen. Wie das Erna Magazin aus überirdisch gut informierten Kreisen erfahren hat, werden die einzelnen Sitzungen künftig nicht mehr im großen oder kleinen Sitzungssaal stattfinden, sondern im virtuellen Raum. „Man ist gerade dabei, eine entsprechende Software zu programmieren, damit soll die städtische Pressestelle aufgrund ihrer social web Affinität beauftragt worden sein,“ berichtet ein Insider. In diese virtuellen Sitzungen schalten sich dann die jeweils zum Ausschuss gehörenden Abgeordneten per Zahlencode ein, um mit zu diskutiueren. Sie tun das von dem Ort aus, an dem sie sich gerade befinden. „Es gibt bereits Spekualtionen, dass einige Stadtratsmitglieder von der Badewanne aus das Schicksal der Stadt bestimmen werden. Das dürfte etwa bei der Abstimmung zum Donaustrand einen nicht zu unterschätzenden Einfluss ausüben.“

 

Die Vorteile des E-Parlaments liegen auf der Hand: die Sitzungssäle könnten künftig anderweitig genutzt werden, die Kosten für Kaffee, Kaltgetränke und belegte Semmeln fallen weg und langwierige Diskussionen könnten durch die Einführung einer maximalem Zeichenzahl pro Beitrag verhindert werden. Das dürfte die redseligen Abgeordneten zwar in eine tiefe Sinnkrise stürzen, aber diese Zeitgenossen könnten ja auf eigens für sie eingerichtete Diskussionsforen ausweichen. Es müsste außerdem kein Mitarbeiter für das Protokollieren abgestellt werden, da das Netz bekanntlich nichts vergisst. Notfalls verfüge die NSA über eine Komplettdokumentation aller Aktivitäten. Ein erster Testlauf ist für den Sport- und Freizeitausschuss geplant, hier soll ein eigens programmiertes Action-3D-Game zusätzlich für eine hohe Anwesenheitsquote sorgen. „Man kann mit dieser Art von Sitzungen die Kommunalpolitik für junge Leute attraktiver machen,“ ist sich der Insider sicher.

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