Man dressed like a bee sits on the bench Wie Bienen nun Menschen retten

Wie Bienen nun Menschen retten

Arzenheimer . Veröffentlicht in alles andere, Gesellschaft, Wirtschaft 233 Views

Ingolstädter Start up für Bienenkostüme startet voll durch.

Der Erfolg des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ in Bayern habe ihnen die entscheidende Idee geliefert – jetzt startet ein „Bienen Start up“ aus Ingolstadt voll durch. „Wir waren so voll krass impressed, was diese Bienenretter erreicht haben,“ erklären die THI Studenten Christian Krumbauer und Ha Su Hueng. Eine Marktanalyse, mehrere 3D-Modelle und tausende Statistiken später haben sie ihr eigenes Rettungsunternehmen auf Bienen-Basis ins Leben gerufen: es hießt „Better be a Bee“ kurz BbB. Das Konzept, das dahinter steckt, ist einfach aber genial: „Wir haben analysiert, dass es Menschen leichter fällt, Bienen zu retten als zum Beispiel Obdachlose, Zwangsarbeiter oder Flüchtlinge. Wir haben nun daraus die Konsequenz gezogen und spezielle Bienenkostüme für unterschiedliche Bedürfnisse entwickelt. Die werden über einen Online-Generator an den jeweiligen Kunden angepasst, in einer bio-zertifizierten Fabrik in Costa Rica angefertigt und dann zum Endverbraucher geliefert, der nun in diesem Kostüm auf Rettung warten kann. Auf Wunsch gibts übrigens auch Schwimmwesten passend dazu.“ Erste erfolgreiche Einsätze für das Kostüm habe es bereits gegeben: Zwei Obdachlose, die im Bienenkostüm in einer Einkaufspasage gelegen hatten, seien sofort von den Besitzern eines organischen Coffee-Shops adoptiert worden.

Die Nachfrage sei riesig, erklären die Jungunternehmer, die sich schon für den Ingolstädter Gründerpreis 2020 beworben haben. Ein Knackpunkt ist allerdings immer wieder der Transport zum Endverbraucher: „Als wir jüngst einige Kostüme, die von Zwangsprostituierten bestellt wurden, in eine Garage in Süddeutschland geliefert haben, war das schon eine gefährliche Situation. Die Pakete hatten wir sicherheitshalber als High-Heels und SM-Outfits deklariert.“ Angesiedelt ist das Unternehmen im Dachgeschoss des Digitalen Gründerzentrums, wo die beiden Gründer übrigens auch echte Bienenvölker halten. Schließlich habe sie diesen kleinen, fleißigen Insekten ihre große Idee zu verdanken.

Foto: v.ivash