Gefährlichkeit von Museumsbesuchen nachgewiesen

Gefährlichkeit von Museumsbesuchen nachgewiesen

Erna Magazin . Veröffentlicht in Kultur, Wissenschaft 523 Views

In Ingolstadt durchgeführte Studie bescheinigt Ansteckungsgefahr.

Sie haben es sich nicht leicht gemacht. Monatelang waren Dr. Heribert Hahnemann und die Mitglieder seines Forschungsteams zur Untersuchung der Verbreitung von ansteckenden Krankheiten im musealen Umfeld in den Ingolstädter Museen im Einsatz. Inkognito, um die Untersuchungsergebnisse nicht zu verfälschen. Da standen sie nun stundenlang im Frankenstein Raum des Medizinhistorischen Museums, betrachteten ganz konkret Konkrete Kunst, zählten alle Zinnfiguren im Armeemuseum und halfen sogar den Mitarbeitern im museum mobile beim Ölen des Paternoster. Nebenbei sammelten sie Daten, maßen Temperaturen, nahmen Museumsbesuchern heimlich Blut ab (die dachten, es wäre eine Impfung, die I…..), analysierten Luftströme und verfolgten die Krankengeschichten der unbemerkt markierten Personen, die sich im Museum aufhielten. In einem Speziallabor, das vom Klinikum Ingolstadt zusammen mit der Technischen Hochschule betrieben wird (hier sollen eigentlich humanoide Crash-Test-Dummies gezüchtet werden), konnten die Daten nun ausgewertet werden. Das Ergebnis ist nicht überraschend, aber so besorgniserregend, wie befürchtet:

Im Museum droht die Gefahr, sich anzustecken mit:

  • extremer Neugier
  • unstillbarem Wissensdurst
  • überschäumender Begeisterung
  • exzessivem Fortbildungswillen

Laut Studie sind diese vier Seuchen bislang zwar durch den Einsatz von Smartphones, Tablets und Netflix-Abos erfolgreich eingedämmt worden, aber es käme hier und da immer noch zu spontanen Ausbrüchen. Die Aufrechterhaltung der 2Gplus Regeln im Museumsbetrieb hält Dr. Hahnemann daher für noch zu „lasch“. Er fordert 1G. Das heißt: Ein Gast. Pro Museum. Damit würden Massenaufläufe verhindert. „Herr Söder, handeln Sie jetzt. Der Seuchenherd Museum kann für uns alle zur Gefahr werden!“ betont der Wissenschaftler. Ein entsprechendes Schreiben an die Staatsregierung sei bereits unterwegs, versichert der Mediziner. Der Bevölkerung rät er, Museen weitestgehend zu meiden. „Wenn man sich einmal mit Wissensdurst infiziert hat, ist das kaum noch in den Griff zu bekommen,“ warnt der Experte.

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