Aprilscherze entpuppen sich als wahr

Aprilscherze entpuppen sich als wahr

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft 883 Views Keine Kommentare

Verlassene Ehemänner – entlassene Mitarbeiter. Eine 1. April Bilanz.

Als Torsten D. sein schickes Appartement in einem total schicken Stadtteil von Ingolstadt betrat, da war die Welt noch in Ordnung. Auf dem edlen Designerküchentisch in der Designerküche lag ein Stück Pergament, auf dem handschriftlich Folgendes geschrieben stand: „Ich bin weg. Für immer, Du Schwein.“ Die Reaktion von Torsten D. auf diesen Fund war ein lautes Lachen. Ja, seine Frau war für ihren Humor bekannt. Auch in der Nachbarschaft. Und am 1. April hatte sich das Paar, das seit vier Jahren verheiratet war, immer ein regelrechtes Humor-Scharmützel geliefert. Deshalb dachte sich der smarte Ingenieur auch nichts, als seine Daisy gegen 19 Uhr immer noch nicht zu Hause war. An das mit Edelsteinen besetzte Smartphone, das er ihr zum dritten Hochzeitstag geschenkt hatte, ging sie auch nicht. Schließlich schickte sie ihm am nächsten Morgen eine SMS mit den Inhalt: „Das war kein Scherz. Du kannst jetzt offiziell die M. Vögeln.“ Zwar war Torsten nicht sofort klar, welche seiner Geliebten mit M. gemeint war, aber er erkannte zumindest den Ernst der Lage. Und dass seine Ehefrau sich von ihm getrennt hatte.

„Das war nicht der einzige tragische Fall am 1. April,“ erklärt ein Sprecher des Instituts „Heilkraft durch Humor“. Reihenweise hätten sich zum Beispiel Angestellte über ihre fristlose Kündigung kaputt gelacht, weil sie sie für einen Aprilscherz hielten. „Die meisten sind am 2. April trotzdem an der Arbeitsstelle erschienen und haben sich gewundert, warum ein anderer an ihren Schreibtisch sitzt.“ Der psychologische Betreuungsdienst und die Telefonseelsorge fahren – mal wieder – Extra-Schichten.

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