Wer auf der Autobahn parkt, soll zahlen! „Der Staat hätte Millionen eingenommen!“

„Der Staat hätte Millionen eingenommen!“

Arzenheimer . Veröffentlicht in alles andere, Wirtschaft 403 Views Keine Kommentare

Parkgebühren-Idee auf der A9 ist nicht gestorben

Noch im vergangenen Jahr hatte Verkehrsminister Alexander Dobrindt stolz seine „Alternativ-Maut“ auf der Rastanlage Köschinger Forst vorgestellt. Anstelle einer Maut sollten ganz einfach Parkgebühren von den Autofahrern verlangt werden, die an etlichen Tagen im Jahr die A9 voll parken. (siehe Erna Bericht http://erna-magazin.com/parkgebuehren-statt-maut/) Nun ist die Maut aber durch und die Parkplatzidee gestorben? Nein!

„Am Pfingstwochenende hätte der Staat 3,8 Millionen Euro Parkgebühren auf der A9 eingenommen“, erklärt Alois Wagemuth von der Initiative „Shared Space – Parken auf dem Highway“. Der ehemalige Entwicklungschef eines Automobilbauers hat ein ausgeklügeltes System zur Erhebung von Parkgebühren auf Autobahnen erarbeitet. „Wenn ein Fahrzeug über eine längere Zeit am selben Ort steht, dann parkt es faktisch. Und wenn es auf öffentlichen, von Steuerzahler bezahlten Straßen steht, dann sollten Parkgebühren anfallen,“ meint er. Eine Software, die er als ehemaliger Mitarbeiter einer ehemaligen Abteilung zur „Ergebnisoptimierung“ entwickelt hat, kann die Parkdauer jedes Autos an eine digitale Sammelstelle melden. Dort wird dann die entsprechende Gebühr gespeichert und eine Jahres-Gesamt-Gebühr mit der Kfz-Steuer beim Fahrzeughalter abgezogen. „Einfacher und gerechter geht’s nicht“ meint Wagemuth. Ausländische Dauerparker würden wie bei einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung die Park-Rechnungen zugeschickt bekommen bzw. beim Verlassen Deutschlands an der Grenze abkassiert.

„Wir hoffen, der Verkehrsminister überlegt es sich noch einmal mit seiner Maut. Unser System steht jedenfalls zum Einsatz bereit!“ zeigt sich Alois Wagemuth zuversichtlich. Und er ist sich sicher: „Das nächste Ferienwochenende kommt bestimmt!“

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