Sensation! Schanzer sind eigentlich Schranzer! Historische Vertuschung

Historische Vertuschung

Arzenheimer . Veröffentlicht in alles andere, Gesellschaft, Wissenschaft 808 Views Keine Kommentare

Die Schanzer sind eigentlich Schranzer

Der Fund war so spektakulär wie geheimnisvoll: Bei Bauarbeiten in der Ingolstädter Altstadt ist ein historisches Artefakt entdeckt worden, das die Ingolstädter Geschichtsschreibung ins Wanken bringt. Bauarbeiter haben beim Ausheben einer Grube am Oberen Graben eine Art Schild gefunden, das die Aufschrift „Auf der Schranz“ trägt. Nach Informationen, die dem Erna Magazin exklusiv vorliegen, stammt dieses Schild aus dem frühen Mittelalter. Ein entsprechendes Ergebnis der C-14 Methode soll dem Stadtarchiv vorliegen, dort weiß man aber angeblich von nichts. Kein Wunder. Wäre dieses Artefakt echt, müsste man sich in Ingolstadt eingestehen, dass man eben nicht „auf der Schanz“ zu Hause ist, sondern „auf der Schranz“. Dementsprechend wäre der Spitzname „Die Schanzer“ für die Bewohner Ingolstadts nicht korrekt, vielmehr handelt es sich um die „Schranzer“. Und das seit mehr als 700 Jahren! „Wir haben schon lange vermutet, dass es sich beim Begriff Schanzer um eine geschönte Version einer eher unschönen Vergangenheit handelt“, meint Dr. Hans-Hans Huber-Gruber vom Freundeskreis der Bayerischen Verschwörungstheoretiker. Der gebürtige Ettinger, der auch dem örtlichen Unabhängigkeitsverein vorsteht, ist Spezialist für die Aufdeckung mittelalterlicher Propagandalügen.

„Hier wird systematisch vertuscht!“

Huber-Grubers Theorie zufolge, waren die Schranzer, also die Bewohner Ingolstadts, dafür bekannt, sich bei ihrem jeweiligen Herrscher entweder durch Intrigen oder durch Unterwürfigkeit einzuschmeicheln. Die Hofschranze ist ein Begriff, der in Ingolstadt im 16. Jahrhundert sehr geläufig war und die Bewohner schließlich charakterisierte. „Übrigens, auch das Lied ‘Auf der Mauer, auf der Lauer sitzt ne kleine Schranze’ ist vermutlich in Ingolstadt, also auf der Schranz, entstanden“, so Dr. Hans-Hans Huber-Gruber. Dieser unangenehme Spitzname sei dann im 18. und vor allem 19. Jahrhundert systematisch ausradiert worden. Und weil man mit den zahlreichen Militär- und Festungsbauten schließlich eine „Schanz“ errichtet hatte, wurde das r aus den Schranzen einfach ausradiert. Das gilt bis heute. Der spektakuläre Fund ist bereits wieder verschwunden, an seiner Stelle wurde ein Hinweis auf die Schanz errichtet. „Ich wette, auch diesmal wurden diejenigen, die an der Ausgrabung beteiligt waren, mundtot gemacht“, mutmaßt der Experte. „Mich würde nicht wundern, wenn man die Bauarbeiter ganz elegant auf dem Gelände der ehemaligen Eselbastei entsorgt hätte.“

Und so sieht der Fundort heute “bereinigt” aus:

auf-der-schanz

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