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KU plant Digitales Sünderzentrum

KU plant Digitales Sünderzentrum

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft, Wissenschaft 615 Views Keine Kommentare

Angebote wie Online-Beichte und Ablass-App werden dort entwickelt.

Professor Dr. Franz Immergrün blickt aus seinem frisch renovierten Büro in der Eichstätter Sommerresidenz. Er lächelt zufrieden. „Wir sind endlich da, wo wir sein wollten,“ murmelt der smarte Mitfünziger, der ein bisschen an den feschen Monsignore Gänswein aus der Entourage des Papstes erinnert. Vor wenigen Minuten hat er grünes Licht für ein außergewöhnliches Projekt bekommen. „Von ganz oben,“ meint Immergrün. Mehr dürfe er nicht sagen. Dafür grinst er. Seit Jahren hat er die Pläne der „Kollegen“ von der Technischen Hochschule in Ingolstadt verfolgt, die zusammen mit der Stadt und dem Freistaat ein Digitales Gründerzentrum in Ingolstadt errichten wollen. Dieser Plan scheint aufzugehen. Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt müsse sich ebenfalls fit für das digitale Zeitalter machen, meint der Theologie-Professor. Deshalb hat er zusammen mit einem Team aus jungen IT-Spezialisten aus dem Priesterseminar das Konzept für ein „Digitales Sünderzentrum“ erarbeitet.

In diesem Zentrum sollen die Dienstleistungen der Katholischen Kirche auf eine zeitgemäße und zukunftstaugliche Ebene transportiert werden. „Wir können uns eine Online-Beichte genauso vorstellen, wie eine Ablass-App, bei der man zum Beispiel mit dem Smartphone Erlösung erlangen kann. Oder mit Hilfe von Pay Pal“, erläutert Professor Dr. Franz Immergrün. Tüftler, die solche Ideen in die digitale Tat umsetzen möchten, sollen die künftigen Bewohner des Sünderzentrums sein. „Wir arbeiten auch mit Virtual Reality. Stellen Sie sich vor, Sie können an der Heiligen Messe teilnehmen obwohl Sie zuhause auf der Couch sitzen.“

Noch offen ist der Stadtort des Digitalen Sünderzentrums (DiSü). Der Initiator sähe es gerne in Ingolstadt an einer prominenten Stelle. „Ich könnte mir einen Neubau in der Nähe des Audi Sportparks und des künftigen Audi Campus vorstellen. Die Nähe zu den traditionellen Sünderzentren wie diversen Saunaclubs könnte außerdem eine befruchtende Wirkung haben.“

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