Meinungsvielfalt ist Mist

Meinungsvielfalt ist Mist

Arzenheimer . Veröffentlicht in Gesellschaft 1014 Views Keine Kommentare

Die Erna Herausgeberin im Interview mit sich selbst.

Die Region IngolStadtLandDings wird mit Publikationen geradezu überschwemmt. Lifestylemagazine, Gratiszeitungen, Anzeigenblätter, Online-Portale – es droht der Informationskollaps, so dass einige Bewohner der Region bereits lieber die Nachrichten von gestern im Regional-Fernsehen ansehen. Da weiß man wenigstens, was auf einen zukommt oder nicht. Mit dem Erna Magazin ist seit diesem Sommer ein weiteres ambitioniertes Informationsmedium dazu gekommen. Aber warum? Muss das unbedingt sein? Erna im Gespräch mit Erna.

Was hat Sie dazu bewogen, ein Satiremagazin für die Region IngolStadtLandDings ins Leben zu rufen?

Mein Ego. Sonst nichts. Und jetzt kommen Sie ja nicht mit Meinungsvielfalt.

Aber Meinungsvielfalt ist derzeit das stärkste Argument in der regionalen Medienlandschaft. Ihr Fehlen wird immer wieder beanstandet?

Nun hören Sie mir mal gut zu, Sie sentimentaler Gutmensch. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass irgendjemand einen Verlag gründet, eine Zeitung herausgibt oder ein Medienimperium gründet, ohne das Ziel aller Ziele im Auge zu haben, nämlich Kohle zu machen. Und wenn die Sponsoren für die eine Meinung bereits „vegriffen“ sind, muss man halt die andere publizieren, um irgendwie an die Knete zu kommen.

Sie meinen, Meinung ist käuflich?

Nein. Aber sie lässt sich gut verkaufen. Und das weiß ich. Ich meine es nicht.

Aha. Was ist also das wahre Ziel von Erna?

In unglaublich kurzer Zeit unglaublich reich zu werden.

Mit einer anderen Meinung…

Nein. Mit meiner Meinung und sonst gar keiner.

Was haben Sie denn gegen Meinungsvielfalt?

Ich treffe jeden Tag Menschen, die haben nicht mal EINE Meinung. Was sollen die denn bitte gleich mit mehreren Meinungen anfangen? Das macht die doch fertig. Nehmen wir mal den OB-Wahlkampf in Ingolstadt. Acht Kandidaten, jeder mit einer anderen Meinung, zum Teil auch mit Meinungsschwankungen je nach politischer Vergangenheit. Das ist für einen normalen Menschen schlichtweg zu viel Meinung auf einmal. Und wenn dann auch noch jeder meint, seine Meinung wäre so überzeugend, dass sie jeder andere auch noch mit meinen müsse, dann wird’s richtig heftig. Ich bin der Überzeugung, dass Meinungsvielfalt totaler Mist ist. Stellen Sie sich vor, beim FC Bayern hätte jeder Spieler seine eigene Meinung. Die würden keinen Blumentopf gewinnen.

Aber es gibt auch Gegenbeispiele. Horst Seehofer etwa. Er vereint mehrere Meinungen in sich und wird trotzdem verehrt, gewählt, vergöttert?

Das ist jetzt ja wohl Ihre Meinung. Meine ist es nicht.

Bilden Sie sich Ihre Meinungen.

Mehr Erna gibts hier: http://issuu.com/melaniearzenheimer

Kommentieren